Windentag in Rüdesheim
Fliegerstaffel übt Höhenrettung an der Seilbahn zum Niederwald
Rüdesheim. (hm) –
Am vergangenen Freitag, 28. März, war über Rüdesheim ein reger Flugverkehr zu beobachten. Immer wieder pendelte ein blau-weißer Helikopter zwischen Seilbahn und Rüdesheimer Hafen. Auf einer Gondel mit Werbeaufdruck für den diesjährigen Kindersonntag saß ein Mann mit Helm und rotem Overall, gelegentlich baumelte auch eine Person von dem Hubschrauber herab. Des Rätsels Lösung war der "Windentag", eine regelmäßige Rettungsübung, mit der die Bergung von verletzten oder in Not geratenen Personen unter realistischen Bedingungen nachgestellt wird.
Die Übung am Freitag wurde gemeinsam von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, der Polizeifliegerstaffel Hessen und Kräften der örtlichen Feuerwehren durchgeführt. Neben dem "Windentag" in Rüdesheim fanden am vergangenen Wochenende vergleichbare Übungen an einem Baukran in Waldlaubersheim und an einem Kletterfelsen (Hohe Lay) in Nassau statt. Primäre Zielsetzung war das Training der Personenrettung aus schwerem Gelände, um auf Einsätze, wie den Großeinsatz an der stehen gebliebenen Seilbahn zum Niederwalddenkmal im Jahr 2022 (mit Höhenrettung von mehreren Personen aus den Gondeln), bestmöglich vorbereitet zu sein.
Übungen wie diese finden in der Regel zweimal jährlich jeweils über mehrere Tage statt, wobei die Übungsörtlichkeiten wechseln. Neben der Berufsfeuerwehr wird auch mit den Einsatzkräften der Bergwacht geübt. Die regelmäßigen Übungen sind erforderlich, um die Kompetenzen im Bereich dieser speziellen Rettungseinsätze zu erhalten und weiter auszubauen. Insbesondere das Zusammenwirken der verschiedenen Beteiligten ist im Echteinsatz von entscheidender Bedeutung. Dieses Ineinandergreifen der Rettungsteams steht im Rahmen der Übung daher im Mittelpunkt.
Wie das Hessische Polizeipräsidium mitteilte, verliefen die Übungen planmäßig und alle Trainingsziele wurden erreicht. In sämtlichen Übungsfällen konnten die zu rettenden Personen zügig und ohne Verletzungen gerettet werden. Ebenso konnte die Belastbarkeit und Zuverlässigkeit sämtlicher Einsatzmittel bestätigt werden.
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